Online Vergleichen & Geld sparen!

✓ Kostenlos & unverbindlich!
✓ Über 300 Tarife!
✓ Unkomplizierter Wechsel!

JETZT VERGLEICHEN

Teilkasko: Sinnvolle Ergänzung in der Kfz-Versicherung

Haben Autofahrer eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, sind zwar Schäden an Dritten bei einem Unfall versichert. Doch in vielen Situationen, etwa bei einem Diebstahl des Wagens, Wildunfällen oder Marderschäden, springt die Haftpflicht nicht ein. Dazu müssen Versicherte eine Teilkaskoversicherung vereinbaren. Sie ist je nach Wert des Autos sehr sinnvoll.

Was ist eine Teilkasko?

Verursachen Autofahrer einen Unfall, ist es dem Gesetzgeber wichtig, dass die Unfallgegner nicht auf entstandene Schäden sitzen bleiben. Daher schreibt er den Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung vor. Gerät jedoch das eigene Auto in Mitleidenschaft, brauchen Autofahrer einen zusätzlichen Versicherungsschutz für ihren Pkw: die Teilkasko.

Anders als die Kfz-Haftpflicht kann sie freiwillig abgeschlossen werden. Rund 19 Millionen Verträge zur Teilkaskoversicherung zählen die Versicherer derzeit. Bei mehr als 63 Millionen abgeschlossenen Kfz-Haftpflichtversicherungen bedeutet das, dass rund jeder dritte Autofahrer seine Autoversicherung mit einer Teilkasko ergänzt.

Diese Leistungen bietet die Teilkasko

Je nach Anbieter können sich Versicherte in unterschiedlichen Situationen auf ihre Teilkasko verlassen. Mit ihr sichern sich Autofahrer Leistungen bei Brand und Explosion, Glasbruch, Kurzschluss an der Verkabelung und Diebstahl des Pkw. Zudem zahlt die Teilkaskoversicherung, wenn Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung dem Auto zusetzen. Auch Sturmschäden sind abgesichert, allerdings erst ab Windstärke 8.

Eine besonders wichtige Leistung der Teilkasko ist außerdem der Schutz bei Wildunfällen. Gerade Personen, die viel in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs sind, kennen die hell erleuchteten Augen der Wildtiere nur allzu gut. Doch der Zusammenstoß beispielsweise mit einem Reh oder Wildschwein ist über die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt. Hierfür ist mindestens eine Teilkasko notwendig. Um sicherzugehen, dass die Kfz-Versicherung auch bei Unfällen mit Tieren zahlt, die nicht zum Haarwild zählen (beispielsweise Kühe, Katzen und Pferde), sollten Autofahrer darauf achten, dass sie Leistungen bei sogenannten erweiterten Wildschäden vereinbaren.

Auch Marderschäden sind in der Regel über die Teilkasko abgedeckt. Hier lohnt es sich ebenfalls, den Schutz aufzustocken und Folgeschäden durch Marderbisse mitzuversichern. Darunter ist beispielsweise ein durch das defekte Kabel verursachter Motorschaden zu verstehen. Eine weitere wichtige Klausel ist der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. Dann werden auch Schäden reguliert, die der Versicherte grob fahrlässig in Kauf genommen hat. Wird das Auto beispielsweise bei stürmischem Wetter unter einem Baum abgestellt, der augenscheinlich morsch ist, könnte es zu Problemen mit der Teilkasko bekommen, wenn bei dieser grob fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen sind.

Beispiel
Zahlt die Teilkasko
Zahlt der Versicherte
Nach einem starken Hagelschauer zeichnet sich ein vertikaler Riss auf dem Dachfenster ab.
Austausch der Scheibe.
Gegebenenfalls Selbstbeteiligung.
Randalierende Jugendliche treten die Seitenspiegel ab und zerkratzen das Fahrzeug. Kurz bevor sie den Wagen in Brand stecken wollen, kommt jedoch die Polizei und sie fliehen.
Schäden durch Vandalismus deckt nur die Vollkaskoversicherung ab. Wäre es zum Brand gekommen, hätte jedoch die Teilkasko geleistet.
Reparatur der Außenspiegel und neue Lackierung.
Das vier Jahre alte Auto wird über Nacht gestohlen. Trotz Anzeige und Suche bleibt es auch einen Monat später verschwunden.
Wiederbeschaffungswert des Pkw.
nichts

Selbstbeteiligung bei der Teilkasko

Erklären sich Autofahrer bereit, bei einem Schaden einen festgelegten Teil der Kosten selbst zu zahlen, reduzieren sie dadurch ihre Versicherungskosten teils erheblich. Denn die Versicherer gewähren einen Rabatt, wenn sich Versicherte für einen Selbstbehalt entscheiden. Für die meisten Interessierten empfiehlt sich eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Diese lassen sich bei einem Schaden noch verhältnismäßig leicht aus der Haushaltskasse finanzieren. Legen Versicherte den Selbstbetrag deutlich höher fest, sollten sie entsprechend viel Geld als Rücklage zur Verfügung haben. Andernfalls könnten sie beispielsweise nach einem Wildunfall in finanzielle Probleme geraten.

Tipp: Die verschiedenen Anbieter gewähren einen unterschiedlich hohen Preisnachlass. Entsprechend empfiehlt es sich, mehrere Tarife zur Kfz-Versicherung zu vergleichen, um eine Autoversicherung mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Anders als bei der Kfz-Haftpflicht und Vollkasko gibt es bei der Teilkasko keinen Schadenfreiheitsrabatt. Denn die abgesicherten Risiken sind Gefahren, die Versicherte nicht beeinflussen können, zum Beispiel das Wetter, Wild am Straßenrand oder ein Marder, der sich durch Kabel beißt. Entsprechend führen Schäden zu keinem höheren Beitrag beziehungsweise schadensfreie Jahre zu keiner niedrigeren Versicherungsprämie.

Für wen ist eine Teilkaskoversicherung sinnvoll?

Auch wenn der Zusatzschutz für das Auto in der Regel nicht teuer ist, fragen sich gerade Besitzer älterer Fahrzeuge, ob eine Teilkasko sinnvoll ist. Die Antwort darauf hängt von verschiedenen Faktoren. Ist der Pkw noch mehrere tausend Euro wert, raten Experten zum Abschluss der Versicherung. Gleiches gilt, wenn eine besonders umfangreiche Reparatur nach einem Schadensfall weniger Kosten verursacht würde als der Zeitwert des Fahrzeugs beträgt. Im Zweifel hilft eine Gegenüberstellung der jährlichen Ausgaben für die Teilkasko mit dem aktuellen Restwert des Wagens.

Teilkasko lohnt sich, wenn:

  • Fahrer beruflich auf den Pkw angewiesen sind und einen Schaden nicht selbst übernehmen können
  • Das Fahrzeug erst wenige Jahre alt ist. Als Faustregel werden oftmals fünf Jahre genannt

Teilkasko lohnt sich nicht, wenn:

  • Ein Totalschaden oder Diebstahl aufgrund des Autowerts kaum ins Gewicht fällt
  • Schäden am eigenen Fahrzeug durch einen selbst verschuldeten Unfälle ebenfalls versichert sein sollen

Teilkasko oder Vollkasko fürs Auto vereinbaren?

Bei Neuwagen oder Autos mit einem hohen Restwert ist es oftmals sinnvoller, statt einer Teilkasko- eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Mit ihr sind beispielsweise Schäden am eigenen Pkw abgedeckt, die der Versicherte selbst verursacht hat. Auch bei Vandalismus sind Autofahrer versichert. Gleiches gilt für den Fall, falls der Unfallverursacher Fahrerflucht begehen sollte. Da zudem alle Leistungen der Teilkasko in dieser Kfz-Versicherung inbegriffen sind, stellt die Vollkasko den umfassendsten Versicherungsschutz dar, den Fahrzeughalter für das Auto vereinbaren können.

Teilkaskoversicherung kündigen: Das müssen Versicherte beachten

Obwohl Autofahrer die Teilkasko zusammen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung vereinbaren, können sie die Teilkaskoversicherung separat kündigen. Dazu müssen sie sich an die Kündigungsfrist von einem Monat halten. Da sich die meisten Verträge zur Kfz-Versicherung zum Jahreswechsel automatisch verlängern, gilt der 30. November als Stichtag.

Streben Halter einen Wechsel der Teilkasko an, ist dies in der Regel nur in Verbindung mit der Kfz-Haftpflicht möglich. Auch hier müssen sie sich den 30. November als letzten Tag merken, an dem die Kündigung beim Versicherer eingegangen sein sollte. Ein Wechsel ist meist dann sinnvoll, wenn der neue Versicherer günstiger ist oder mehr Leistungen zum gleichen Preis bietet.

Unabhängig von der regulären Kündigungsfrist können Halter den Vertrag über die Teilkasko in zwei Fällen kündigen. Das Sonderkündigungsrecht gilt bei einer Beitragserhöhung und nach einem regulierten Schadensfall.