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Schadenfreiheitsklassen: Alle Infos über Rabatte, Rückstufung und Mitnahme

Je länger Autofahrer ihrer Kfz-Versicherung keinen Schaden melden, desto geringer fallen die Versicherungskosten aus. Grund hierfür sind die Schadenfreiheitsklassen. Sie spiegeln die Anzahl der unfallfrei gebliebenen Jahre wider. Da die Versicherer pro Klasse einen unterschiedlichen Rabatt auf den Versicherungsbeitrag gewähren, gibt es ein großes Sparpotenzial für preisbewusste Fahrer.

Was sind Schadenfreiheitsklassen?

Viele Autofahrer verbinden die Schadenfreiheitsklassen (SFK) mit den bisher unfallfrei gefahrenen Jahren. Ganz genau betrachtet verdeutlicht die Einstufung allerdings, wie lange Versicherte der Kfz-Versicherung keinen Schaden gemeldet haben. Denn nur dann nimmt diese eine Rückstufung vor. Bezahlen Autofahrer den entstandenen Schaden selbst, behalten sie ihre Schadenfreiheitsklasse.

Die Schadenfreiheitsklassen gibt es sowohl bei der Kfz-Haftpflichtversicherung als auch bei der Vollkaskoversicherung. Bei der Teilkasko arbeiten die Versicherer nicht mit den SFK, da die dort versicherten Risiken, beispielsweise Brand oder Diebstahl, nicht direkt vom Kunden beeinflusst werden können.

Die Einstufung in eine Schadenfreiheitsklasse kann für die Haftpflicht und die Vollkasko unterschiedlich ausfallen. Neben der SF-Klasse ½ und den Schadenklassen S sowie M gibt es in der Regel die SF-Klassen 0 bis 35. Versicherte klettern meist mit dem Jahreswechsel eine Klasse nach oben.

Wichtig: Wie viel Rabatt der Versicherer je nach Schadenfreiheitsklasse bietet, hängt individuell vom Anbieter ab. Das bedeutet, dass die gleiche Klasse bei einem Versicherungsunternehmen zu einer größeren Beitragsersparnis führen kann als bei einem anderen. Aus diesem Grund sollen Wechselwillige verschiedene Autoversicherer genau miteinander vergleichen, um eine Kfz-Versicherung mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Welchen Schadenfreiheitsrabatt gibt es je nach Schadenfreiheitsklasse?

Da die Versicherer unterschiedliche Schadenfreiheitsrabatte gewähren, stellt die folgende Tabelle nur ein Beispiel dar, wie sich die Schadenfreiheitsklassen auf den Versicherungsbeitrag auswirken können. Während Versicherte in höheren Klassen nur noch einen kleinen Teil des eigentlichen Beitrags zahlen, berechnen die Versicherer für Fahranfänger beziehungsweise Personen, die erst kurze Zeit ihren Führerschein haben, Aufschläge.

In der Klasse 0 sind Versicherungsnehmer eingestuft, die weniger als drei Jahre ihre Fahrerlaubnis haben. In der Schadenklasse M können Versicherte landen, wenn sie innerhalb eines Jahres drei oder mehr Schäden verursachen. Bei zwei Schäden ist in der Kfz-Haftpflicht auch die Rückstufung in die Schadenklasse S möglich.

Klasse
22 bis 35
12 bis 21
5 bis 11
4
3
2
1
1/2
0
M
S
Beitragshöhe Haftpflicht
29 % bis 20 %
40 % bis 30 %
55 % bis 45 %
60 %
70 %
85 %
100 %
130 %
220 %
235 %
145 %
Beitragshöhe Vollkasko
34 % bis 20 %
40 % bis 35 %
65 % bis 45 %
70 %
80 %
85 %
100 %
105 %
115 %
150 %

Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger und Zweitwagen

Versicherer gehen davon aus, dass Personen, die ihre Führerscheinprüfung erst frisch bestanden haben, eher einen Unfall beziehungsweise einen Schaden verursachen als Fahrer, die bereits auf einige Jahre Erfahrung zurückgreifen. Daher werden Versicherte, die noch keine drei Jahre ihre Fahrerlaubnis haben, in der SF 0 eingestuft. Sie zahlen dort einen deutlich höheren Beitrag als beispielsweise in der SF-Klasse 3. Liegt die erfolgreiche Prüfung schon mindestens drei Jahre zurück, starten Autofahrer in der Schadenfreiheitsklasse ½.

Auch beim Zweitwagen gelten besondere Bedingungen für die Schadenfreiheitsklassen. Ist der Kunde schon einige Jahre unfallfrei mit seinem Wagen versichert, gewähren manche Anbieter im besten Fall die gleiche SFK wie für das Erstfahrzeug. Oft ist daran allerdings ein Mindestalter für den Fahrzeugführer des Zweitwagens geknüpft. Häufiger stufen die Kfz-Versicherer das Zweitfahrzeug in die SF-Klasse zwei oder besser ein.

Rückstufung nach einem Schaden

Melden Autofahrer ihrer Versicherung einen Schaden, ändert sich zunächst nichts. Erst mit dem Jahreswechsel prüft diese die Schadenmeldungen und nimmt eine Rückstufung bei der Schadenfreiheitsklasse vor. Oftmals geht es dabei nicht nur um eine Klasse, sondern gleich um mehrere zurück, sodass die Kfz-Versicherung spürbar teurer wird.

Tipp: Je nach Schadenshöhe ist es sinnvoll, die Reparatur selbst zu übernehmen, um die Schadenfreiheitsklasse nicht zu verlieren.

Die Anbieter unterscheiden sich darin, in welche SF-Klasse sie Versicherte nach einem oder mehreren Schäden einstufen. Entsprechend kann es sich für Fahrer auszahlen, mithilfe eines Kfz-Versicherungsvergleichs zu überprüfen, welcher Autoversicherer ihnen gegebenenfalls ein besseres Angebot nach einem Vorschaden machen kann.

Beispielhafte Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse nach einem Schaden:

Klasse
SF 35
SF 28
SF 22
SF 14
SF 7
SF 2
SF 1/2
Haftpflicht
SF 18
SF 13
SF 10
SF 5
SF 1/2
SF 0
M
Vollkasko
SF 22
SF 17
SF 13
SF 7
SF 1
M
M

Was leisten Rabattschutz und Rabattretter?

Um eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse zu vermeiden, können Versicherungsnehmer einen sogenannten Rabattschutz vereinbaren. Reguliert die Kfz-Versicherung einen Schaden, behält der Autofahrer dadurch die aktuelle SF-Klasse. Zudem kann er sich im kommenden Versicherungsjahr um eine Klasse verbessern. Denn der Versicherer tut so, als hätte es den Schaden nicht gegeben. Der Rabattschutz wird jedoch nicht jedem Interessierten angeboten. Häufig kann dieser nur abgeschlossen werden, wenn ein Mindestalter und eine gewisse SF-Klasse erreicht sind.

Den Rabattschutz gibt es nicht umsonst, sondern er ist mit einem Aufschlag verbunden. Daher ist es ratsam, die Kosten für den Extraservice mit dem Rabatt gegenzurechnen, den Versicherte nicht verlieren, wenn ihre aktuelle Schadenfreiheitsklasse behalten.

Wichtig: Der Rabattschutz kann nicht übertragen werden. Wechseln Autofahrer ihre Kfz-Versicherung, wird der Schaden beim neuen Anbieter berücksichtigt. Dieser stuft den Neukunden dann anhand der Schadenbilanz in eine neue, voraussichtlich schlechtere SF-Klasse als beim alten Versicherer ein.

In einigen Altverträgen findet sich der sogenannte Rabattretter. Er verhindert zwar nicht die Rückstufung. Doch er bewirkt, dass Versicherte ihren bisherigen Rabatt behalten. Gerade in den höheren Schadenfreiheitsklassen unterscheidet sich die Beitragsersparnis häufig nicht. Zahlen Autofahrer beispielsweise in SF 25 bis SF 30 lediglich 25 Prozent des eigentlichen Versicherungsbeitrags, werden sie bei einem Schaden bis zur SF 25 zurückgestuft. Der Rabatt bleibt auf diese Weise der gleiche. Nur der Weg bis zur nächsten Rabattstufe ist länger geworden. Mittlerweile wird der Rabattretter von den Versicherern in der Regel nicht mehr angeboten.

Wie erfolgt die Einstufung bei einem Versicherungswechsel?

Beim Wechsel der Kfz-Versicherung behalten Autofahrer ihre bisherige Schadenfreiheitsklasse. Nur bei Sondereinstufungen und bei Personen, die auf ihren Rabattschutz zurückgegriffen haben, gilt dies nicht. Der neue Versicherer berücksichtigt nur die tatsächlich schadensfrei gefahrenen Jahre. Die entsprechenden Informationen holt sich dieser beim alten Anbieter ein. Dennoch kann es sinnvoll sein, wenn sich Versicherte bei einer Kündigung die bisherige SF-Klasse schriftlich bestätigen lassen.

Können Schadenfreiheitsklassen übernommen werden?

Autofahrer können ihre Schadenfreiheitsklasse an Dritte übertragen. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ältere Fahrer ihren Führerschein abgeben. Dieser Schritt ist normalerweise einmalig und lediglich innerhalb der Familie möglich. Fahranfänger, die auf einen deutlichen Schadenfreiheitsrabatt hoffen, werden zudem enttäuscht. Denn es können nur so viele Jahre übernommen werden, wie der Führerschein vorhanden ist. Gibt es die Fahrerlaubnis beispielsweise erst für zwei Jahre, können nur zwei unfallfrei gefahrene Jahre übertragen werden. Die restlichen verfallen.

Übersicht – Übertragung der SF-Klasse:

  • Oftmals nur innerhalb der Familie möglich
  • Ausmaß der Übertragung hängt von Führerscheindauer ab: Je länger der Empfänger den Führerschein hat, desto mehr Jahre können übernommen werden.
  • Entscheidung für Abgeber endgültig und gilt für den gesamten Schadenfreiheitsrabatt
  • Je nach Versicherer muss der Empfänger das Auto der Person, die ihre SF-Klasse abgibt, regelmäßig gefahren haben