Heiko Thomas - Stadtwerke Tübingen

„Die Zeit ist längst reif, um in die Elektromobilität einzusteigen.“

Die Elektromobilität, kurz E-Mobilität, ist ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland. Die Bundesregierung versuchte recht erfolglos, den Verkauf von E-Autos mit dem sogenannten Umweltbonus anzukurbeln. Dazu lassen Investitionen in eine breite Infrastruktur, zum Beispiel Ladestationen, weiter auf sich warten.

Heiko Thomas ist seit 2006 bei den Stadtwerken Tübingen beschäftigt und dort seit 2016 Projektleiter für den Bereich E-Mobilität. Im Interview mit kfz-versicherung.com erklärt er, warum sich die Stadtwerke Tübingen der E-Mobilität verschrieben haben und welche Entwicklungen er auf diesem Gebiet künftig erwartet.

Was sprach dafür, in die E-Mobilität einzusteigen?

Die Zeit ist längst reif, um in die E-Mobilität einzusteigen. Gerade als regionaler Energieversorger und Infrastrukturanbieter wollen die Stadtwerke Tübingen auch bei der E-Mobilität eine führende Rolle in der Region spielen. Das allgemein große Interesse der Bürger und die positive Wahrnehmung der E-Mobilität, auch aufgrund der anhaltenden Debatte rund um den Feinstaub, haben uns außerdem darin bestätigt, eigene Lösungen zu entwickeln.
In erster Linie geht es darum, die Ladeinfrastruktur für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle zu schaffen, also für das Laden zu Hause und das Laden im öffentlichen Raum. Die inzwischen ausgereifte Technik sowie die immer größere Reichweite der E-Autos tragen ebenso ihren Teil dazu bei, dass die Mobilitätswende immer mehr Fahrt aufnimmt.

Welchen Einfluss wird E-Mobilität auf den Straßenverkehr in den Städten künftig haben?

In erster Linie leistet die E-Mobilität einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung in den Städten. Jedoch wird die individuelle E-Mobilität nicht unsere Verkehrsprobleme in den Städten lösen, die durch zu viele Fahrzeuge entstehen.

Was sind die Vorteile und Nachteile bei der Versicherung eines E-Fahrzeugs?

Mir sind keine nennenswerten Unterschiede bei der Versicherung von E-Autos im Vergleich zu „normalen“ Autos mit Verbrennungsmotor bekannt. Versicherungstechnische Aspekte spielen für uns bei der strategischen Weiterentwicklung der E-Mobilitätsangebote aber auch aktuell keine Rolle.

Welche guten und schlechten Erfahrungen haben Ihre Mitarbeiter und Sie mit den bisherigen E-Autos gemacht?

Noch vor sieben, acht Jahren waren E-Autos etwas für engagierte und interessierte Technik-Liebhaber. Mittlerweile sind die angebotenen E-Automodelle mehr als alltagstauglich. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Tübingen und auch ich nutzen gerne die elektrisch angetriebenen Autos und Roller des Fuhrparks der Stadtwerke Tübingen. Die Rückmeldungen hierzu sind durchweg positiv.

Mit welchen Fahrzeugen sind Sie privat unterwegs?

Ich habe mich vor drei Jahren für einen mit Erdgas angetrieben VW Golf entschieden. Heute würde ich mich definitiv für einen elektrisch angetriebenen VW Golf entscheiden.

Wie würden Menschen, die regelmäßig bei Ihnen mitfahren, Ihr Fahrverhalten beschreiben?

Ich denke, als unaufgeregt schwungvoll.

Welchen Tipp haben Sie für unsere Leser – gerade für die Selbstständigen, die über einen Fuhrpark nachdenken –, die aktuell nach einer passenden Kfz-Versicherung suchen?

Wie bei jeder Kfz-Versicherung lohnt es sich, zu vergleichen. Wer bereits einen bestehenden Versicherungsrahmenvertrag über einen Fuhrpark hat, kann sehr leicht auch ein E-Auto in den bestehenden Vertrag mit aufnehmen. Da gibt es, soweit ich das beurteilen kann, keine Hürden.

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