Alexander Graf von Pfeil - SnappCar Deutschland

„Wir sind das Airbnb für Autos.“

Ein eigenes Auto ist ein teures Vergnügen und in den Großstädten mitunter sehr unpraktisch. Carsharing etabliert sich mehr und mehr als Alternative. Menschen, die ihr Fahrzeug nicht oft brauchen, vermieten dieses an Leute, die keinen eigenen fahrbaren Untersatz besitzen. Immerhin zwei Millionen Deutsche nutzen pro Jahr die zahlreichen Carsharing-Angebote.

Seit 2011 gibt es die Carsharing-Plattform SnappCar. Gegründet in den Niederlanden ist das Unternehmen auch in Deutschland aktiv und zählt heute insgesamt fast 400.000 Nutzer. Den deutschen Geschäftszweig verantwortet seit Herbst 2017 Alexander Graf von Pfeil. Der Wirtschaftsjurist verrät im Gespräch mit kfz-versicherung.com, warum das Carsharing neue Konzepte braucht und welche Schäden die SnappCar-Kunden schon angerichtet haben.

Was sind die größten Vorteile des Carsharings?

Beim Carsharing können vorhandene Ressourcen optimal genutzt werden. Mit einem Bestand von mehr als 45,8 Millionen zugelassenen Pkw im Jahr 2017 ist Deutschland nach wie vor ein Autoland. Doch im Schnitt stehen die Autos 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Parallel dazu verzichten gerade junge Menschen immer häufiger auf ein eigenes Auto.
SnappCar bringt beide Seiten zusammen. Autobesitzer können ihr Fahrzeug vermieten, wenn sie es nicht selbst nutzen und damit Geld verdienen. Menschen ohne Auto finden in ihrer Nachbarschaft schnell und günstig das passende Auto. Sei es für den Wochenend-Trip, den Ausflug ins Grüne, den Besuch bei Oma auf dem Land oder den Umzug. Wir sind sozusagen das Airbnb für Autos.

Was können Carsharing-Dienste noch besser machen, um mehr ins allgemeine Bewusstsein der Deutschen zu kommen?

Der Markt und das Verständnis für Autos werden sich in den nächsten Jahren weiter wandeln. Schon jetzt hat der Klassiker „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ ausgedient. Carsharing-Konzepte müssen sich diesem Selbstverständnis anpassen und sich neuen Business-Modellen öffnen. Wir müssen weg vom rein privaten Community-Gedanken.

Wie sind die Fahrer und Fahrzeuge beim Carsharing versichert?

Bei uns sind Mieter und Vermieter automatisch durch die Allianz mit einer Vollkasko inklusive Pannenhilfe versichert. Sozusagen ein Rundum-Sorglos-Paket, bei welchem die eigene Versicherung unberührt bleibt.

Was sind die schlimmsten Schäden, die Ihre Kunden angerichtet haben?

Da kommt mir gleich eine lustige Geschichte in den Sinn. Wir hatten einen Nutzer, der ein Auto gemietet hat, weil sein eigenes Auto zu dem Zeitpunkt gerade aufgrund eines Unfall in der Werkstatt war.
Als er sich dann ein Auto bei uns gemietet hat, kam es wie es kommen musste und er hat beim Einparken sowohl das Auto vor Ihm als auch das Auto hinter Ihm angerempelt. Nur gut, dass diese Schäden durch unsere Versicherung abgedeckt waren.

Besitzen Sie selbst ein Auto oder nutzen Sie ausschließlich Carsharing?

Ich besitze selber ein Auto und teile dieses auch regelmäßig über SnappCar mit anderen Leuten.

Wie würden Menschen, die regelmäßig bei Ihnen mitfahren, Ihr Fahrverhalten beschreiben?

Mein Fahrverhalten wird regelmäßig als entspannt und sicher beschrieben.

Welchen besonderen Tipp haben Sie für unsere Leser, die gerade auf der Suche nach dem besten Carsharing-Angebot sind?

Probieren Sie es einfach mal aus. Die Anmeldung ist kostenlos und die Anmietung denkbar einfach. Mit rund 200.000 Nutzern und knapp 15.000 registrierten Autos ist SnappCar die größte private Carsharing-Plattform in Deutschland.
Bei uns gibt es fast alles vom einfachen Kleinwagen über Kombis bis hin zum Sportwagen. Auch Wohnmobile, Elektroautos oder Oldtimer haben wir im Angebot. Und mit etwas Glück lernen unsere Kunden dazu noch Leute in ihrer Umgebung kennen, mit denen sie sich richtig gut verstehen.

Sie wollen…

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