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Wie sich der Benzinpreis zusammensetzt

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Der Kraftstoffpreis orientiert sich am Rotterdamer Benzinpreis, welcher wiederum ein Resultat des weltweiten Angebots und der Nachfrage ist und auch vom aktuellen Dollarkurs beeinflusst wird. In Deutschland ist der Benzinpreis eine Zusammensetzung aus dem Rohölpreis, der Mineralölsteuer, der Mehrwertsteuer, den Transportkosten und dem Importpreis. Die Mineralölsteuer liegt momentan bei 65,45 Cent pro Liter (für Diesel gilt ein ermäßigter Energiesteuersatz von 47,04 Cent pro Liter). Ein Teil davon, nämlich 15,4 Cent, zählen als Ökosteuer. Die Mehrwertsteuer wiederum fällt für den Tankstellenabgabepreis eingeschlossen der Mineralölteuer an. Die MwSt. beträgt zurzeit 19 Prozent. Über die Hälfte des Benzinpreises sind damit Steuern, die dem Staat zufließen. Daneben kann sich aber auch der Wettbewerb auf den Tankstellenpreis auswirken. Je nach Region und Tankstelle gibt es preisliche Schwankungen.

Auch für andere Kraftstoffsorten variieren die Preise. Diesel ist für gewöhnlich günstiger als Ottokraftstoffe wie Normalbenzin, Super oder Super plus. Deren bedeutendster Unterschied ist die Klopffestigkeit, welche in ROZ, der Research-Oktanzahl, und MOZ, der Motor-Oktanzahl, gemessen werden – abgesehen vom Diesel-Kraftstoff, bei welchem die Cetanzahl zählt. Die jeweiligen Kraftstoffe müssen einer Norm entsprechen, welche die Qualität des Kraftstoffes festlegt. Für Ottokraftstoffe gelten die DIN EN 228 und die DIN EN 590.

Seit ein paar Jahren gibt es auch alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Wasserstoff, Biodiesel oder Autogas, mit welchen nur dafür umgerüstete Fahrzeuge betankt werden können. Die Umrüstung kann teuer kommen und sich für den Fahrer finanziell negativ auswirken. Der Kraftstoff selbst ist jedoch günstiger und schont die Umwelt - in Zeiten mit einer fragwürdigen Preispolitik und Preisentwicklung gar keine so schlechte Idee.