Die richtigen Reifen für Ihr Motorrad
Viele Kennzeichnungen gibt es auf den Motorradreifen. Als Fahrer sollte man wissen, für was die einzelnen Zahlen und Buchstaben stehen und welche Dinge es bezüglich der Reifen zu beachten gibt.
Die Reifenwandbeschriftung wurde mit der ECE-R 75 1998 neu definiert. Seitdem gibt es feste Normen für die Beschriftung der Reifenflanke, welche die wichtigsten Reifendaten enthält. Auch der Reifentyp und der Hersteller müssen seit dem genannt werden.
In der Millimeterkennzeichnung für Niederquerschnittreifen sind der Reihe nach die Nennbreite des Reifens, das Höhen-Breiten-Verhältnis des Querschnitts, die Bauartkennung, der Reifendurchmesser in Zoll, sowie die Eignungskennzeichnung für Motorräder und der Lastindex festgehalten.
Die Nennbreite und die tatsächliche Reifenbreite weichen in den meisten Fällen voneinander ab, da sowohl das Konstruktionsmaß als auch die Felgenbreite einen Effekt auf die Breite des Motorradreifens haben. Die Nennbreite liegt für Vorderreifen normal zwischen 80mm und 150 mm, für Hinterreifen beträgt sie zwischen 100mm und 240mm. Das Höhen-Breiten-Verhältnis wird in Prozentzahlen zwischen 90 und 50 Prozent angegeben.
Die Bauartkennung besagt, wie der Reifen aufgebaut ist. Ein „R“ steht so zum Beispiel für die radiale Bauart, die häufigste Form von modernen Niederquerschnittsreifen. Reifen in radialer Bauweise wird eine bessere Hochgeschwindigkeits- und Kurvenstabilität gegenüber Reifen in diagonaler Bauart nachgesagt. Dennoch sind auch Diagonal- und Diagonal-Gürtelreifen keine Seltenheit im Motorradbereich.
Der Reifendurchmesser wird wie beim Autoreifen in Zoll bemessen. Die Maße liegen meist zwischen 10 und 21 Zoll. Darauf folgt der Wert für die Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsklasse des Motorradreifens und der Speed-Index. Gibt es noch andere Größenangaben am Reifen, kann es sich um ältere Modelle handeln. Die Bedeutung anderer Größenbezeichnungen können bei Bedarf bei einem kompetenten Reifenhändler erfragt werden.
Wichtig sind auch die Kennzeichnungen für die Radposition und die Drehrichtung. Anders als beim Autoreifen können Reifen am Motorrad nicht beliebig vorne oder hinten montiert werden, sie müssen laut den Vorschriften des Herstellers als Vorder- oder Hinterreifen angebracht werden und besitzen deshalb eine entsprechende Kennzeichnung. Pfeilsymbole markieren die Laufrichtung des Rades.
Wie auch am Pkw-Reifen finden sich auch am Motorradreifen Tread Wear- Indikatoren, DOT- Nummer und M+S Symbol. Weiterhin sind viele Reifen mit einem Kürzel „TL“ (für „Tubeless“) oder „TT“( für „Tubetype“) versehen, welche anzeigen, ob es sich um eine Version mit oder ohne Schlauch handelt.
